ULI BOROWKA

Volle Pulle Live 2022

Datum: Sa 21.05.2022

Beginn: 19:30

Tickets:

Veranstalter: Hafensänger Konzerte

Einlass ab 18:30 / Beginn: 19:30
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Nicht nur bei den Fans, sondern auch auf dem Spielfeld bilden Alkohol und Fußball häufig eine unselige Allianz. Der Nationalspieler Uli Borowka war ein gefürchtetes Abwehrbollwerk. Sein Spitzname war nicht umsonst “Die Axt”. Das Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker konnte er vor Fans und Öffentlichkeit jahrelang verheimlichen. Erst zwei Jahre nach seinem Abschied aus der Bundesliga gelang ihm im Jahr 2000 nach viermonatiger, stationärer Therapie der Ausstieg aus der Alkoholsucht. Seitdem lebt er abstinent. “Jeder Tag, an dem ich keinen Alkohol getrunken habe, ist für mich mehr wert als jeder Titel, den ich gewonnen habe”, sagte der heute 59-Jährige. Nach dem Ende der Karriere war Borowka wegen alkoholbedingter und familiärer Probleme mehrmals Thema in Boulevardmedien. 1996 verursachte er einen Autounfall unter erheblichem Alkoholeinfluss. In einer Autobiografie „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“ verarbeitete er 2012 seine Karriere und Alkoholabhängigkeit. Borowka gründete auch einen Verein zur Suchtprävention und berät Spieler mit Suchtproblemen. In den Jahren 1997, 2000, 2001 und 2003 arbeitete er als Trainer bei den Oberligisten FC Oberneuland, Berliner AK 07, Türkiyemspor Berlin und noch einmal bei Berliner AK 07. Borowka nahm mit der Bremer Punkband Dimple Minds eine Single mit dem Titel Barfuß oder Lackschuh auf. Seit dem Jahr 2007 ist Borowka im Bereich Sportmarketing selbständig tätig und veranstaltet auch Jugend-Fußball-Camps. Borowka ist in zweiter Ehe verheiratet. Er ist Vater von drei Kindern und lebt in Hämelerwaldbei Lehrte, Niedersachsen (Region Hannover). In seinen Lesungen berichtet Borowka in seiner typisch direkten und kompromisslosen Art von Alkohol und Fußball, Freunden und Feinden, Enttäuschungen und Unterstützung. Dabei spart er nichts aus. Am wenigsten sich selbst. Der ‘Zeit’ gab er 2020 ein Interview, in dem er schonungslos mit seiner eigenen Sucht abrechnete. “Der Weg eines Süchtigen geht immer nach unten. Da ist es egal, ob man den Führerschein, den Job, die Beziehung oder die Familie verliert. Ich bin dafür das beste Beispiel. Sieben Jahre, nachdem ich mit Werder Bremenden Europapokal gewonnen hatte, lag ich in meiner leeren Bude auf meiner vollgekotzten Matratze und versuchte mir das Leben zu nehmen. Und was die Sache noch schlimmer macht: Ein Suchtkranker zieht in der Regel bis zu drei Personen aus seinem nahen Umfeld mit in die Tiefe.”